Früherkennung von Krankheiten
Die Einzelheiten zu den Vorsorgeuntersuchungen sind in den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses geregelt:
- Kinder-Richtlinien
- Richtlinien zur Jugendgesundheitsuntersuchung
- Krebsfrüherkennungs-Richtlinien
- Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien
| Anspruchsalter | Vorsorgeuntersuchung | Rhythmus |
|---|---|---|
| 0 bis 5 Jahre | Früherkennung von Krankheiten (gelbes Kinderuntersuchungsheft) | zehn Untersuchungen |
| 7 bis 10 Jahre | Ergänzende Früherkennungsuntersuchungen (U10 und U11) | zwei Untersuchungen |
| 12 bis14 Jahre | Jugendgesundheitsuntersuchung (J1) | einmalig |
| 16 bis 17 Jahre | Ergänzende Jugendgesundheitsuntersuchung (J2) | einmalig |
| ab 16 Jahre | HIV Präexpositionsprophylaxe: Beratungen, Untersuchungen und Verordnungen von Arzneimitteln zur Verhütung einer Ansteckung mit HIV | ohne |
| ab 18 bis 34 Jahre | Gesundheitsuntersuchung für Männer und Frauen mit Schwerpunkt Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes: Anamnese, körperliche Untersuchung, Überprüfung von Blut- und Urinwerten, Beratungsgespräch | einmalig |
| ab 20 Jahre | Krebsfrüherkennung für Frauen: Klinische Untersuchung gezielte Anamnese, Inspektion der genitalen Hautregion, Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane, Befundmitteilung mit anschließender diesbezüglicher Beratung Zusätzlich ab dem Alter von 30 Jahren: Abtasten der Brustdrüsen und der regionären Lymphknoten einschließlich der Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung, Inspektion der entsprechenden Hautregion | jährlich |
| ab 20 Jahre bis 34 Jahre | Krebsfrüherkennung für Frauen: zusätzlich zur jährlichen klinischen Untersuchung: zytologische Untersuchung (Abstrich vom Gebärmutterhals) | jährlich |
| ab 35 Jahre bis Lebensende | Krebsfrüherkennung für Frauen: zusätzlich zur jährlichen klinischen Untersuchung: Kombinationsuntersuchung aus HPV-Test und zytologischer Untersuchung (Abstrich vom Gebärmutterhals) | alle drei Jahre |
| ab 35 Jahre | Gesundheitsuntersuchung für Männer und Frauen mit Schwerpunkt Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes: Anamnese, körperliche Untersuchung, Überprüfung von Blut- und Urinwerten, Beratungsgespräch | alle drei Jahre |
| ab 35 Jahre | Untersuchung der Haut auf Hautkrebs für Frauen und Männer | alle zwei Jahre |
| ab 45 Jahre | Krebsfrüherkennung für Männer: Tastuntersuchung der Prostata und der äußeren Genitale | jährlich |
| ab 50 Jahre | Brustkrebsfrüherkennung durch das Mammografie-Screening; Einladung zum Screening in einer zertifizierten medizinischen Einrichtung: Röntgen der Brüste durch Mammografie | alle zwei Jahre bis einschließlich 75 Jahre |
| ab 50 Jahre | Darmkrebsfrüherkennung für Männer und Frauen: Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl | jährlich bis einschließlich 54 Jahre |
ab 50 Jahre
| Darmkrebsfrüherkennung für Frauen und Männer: zwei Darmspiegelungen | Im Abstand von 10 Jahren |
| Oder – nur wenn das Angebot zur Darmspiegelung nicht in Anspruch genommen wird – Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl | alle zwei Jahre | |
| ab 65 Jahre | Screening auf Bauchaortenaneurysmen für Männer | einmalig |
Ab 50 Jahre 76 Jahre | Ab 01.04.2026: Anamnese und Beratung sowie Niedrigdosistomographie samt Befundung in einer vorgegebenen Form für Personen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko aufgrund von derzeitigem oder ehemaligem starken Zigarettenkonsum | jährlich |
Mammografie-Screening – unser spezielles Angebot für Sie
Am häufigsten sind Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren von Brustkrebsneuerkrankung betroffen. Speziell für diese Altersgruppe gibt es das Angebot des Mammografie-Screenings: Es erfolgt nach festgeschriebenen Qualitätsregeln und wird in speziellen Untersuchungseinrichtungen durchgeführt. Zum Screening werden Sie von einer sogenannten Zentralen Stelle schriftlich eingeladen. Die Untersuchung stellt Ihnen der durchführende Arzt dann nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung. Wir erstatten Ihre Kosten eines Mammografie-Screenings, wenn Sie in der genannten Altersgruppe sind.
Wichtig: Das Mammografie-Screening ersetzt nicht die jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt – an dieser sollten Sie ebenfalls teilnehmen.