Aufwendungen für Sehhilfen werden bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren übernommen.

Erwachsene, die das 18. Lebensjahr vollendet haben müssen eine schwere Sehbehinderung auf beiden Augen vorweisen. Der Richtwert für Sehhilfen zur Verbesserung der Sehschärfe bedeutet: Die Sehschärfe (Visus) beträgt trotz Brille oder Kontaktlinse auf dem besseren Auge unter 0,3 oder das beidäugige Gesichtsfeld beträgt bei zentraler Fixation unter 10 Grad.
Allerdings erhalten Erwachsene, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ab dem Bezugsdatum 11.04.2017 bei Vorlage einer ärztlichen Verordnung unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen für Brillengläser. Bei einer Kurz- oder Weitsichtigkeit werden Brillengläser ab 6,25 Dioptrien oder bei Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) ab 4,25 Dioptrien erstattet.

Die Kosten für Brillengläser können bis zu den Höchstsätzen übernommen werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Aufwendungen für therapeutische Sehhilfen zur Behandlung einer Augenverletzung oder Augenerkrankung übernommen werden. Hierzu muss immer eine entsprechende Verordnung eines Augenarztes vorgelegt werden. Die Kosten für Brillengläser können bis zu den Höchstsätzen und unter bestimmten Voraussetzungen voll übernommen werden.

Die Kosten für Brillenfassungen können nicht übernommen werden, außer für Schulsportbrillen bei vollzeitschulpflichtigen Personen bis zu 52 Euro.