Beihilfeleistungen nach BBhV

Egal in welcher Lebenslage Sie sich befinden: Wir stehen Ihnen als verlässlicher Dienstleister für Ihre Beihilfe zur Seite. Mit unserem Überblick erfahren Sie alles zu den Leistungen, die wir im Auftrag der Beihilfe für Sie ausführen.

Auf einen Blick

Beihilfefähig sind grundsätzlich notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen:

  • Aufwendungen bei Krankheits- und Pflegefällen
  • Behandlung von Behinderungen
  • Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten 
  • Schutzimpfungen
  • Geburtsfälle
  • Künstliche Befruchtung
  • Maßnahmen zur Empfängnisregelung und -verhütung sowie in Ausnahmefällen bei Sterilisation und Schwangerschaftsabbruch 
  • Organspenden

In der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) werden die Einzelheiten, insbesondere zu den beihilfeberechtigten und berücksichtigungsfähigen Personen sowie zu Inhalt und Umfang der Beihilfen geregelt. Die BBhV ist Grundlage für unsere Bearbeitung.

Informationen zu Leistungen der Beihilfe in Pflegefällen erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Beihilfe in Pflegefällen“.

Ob Arzneimittel, (zahn-)ärztliche Behandlungen und Untersuchungen, Heilmittel (z.B. Massagen), Hilfsmittel (z.B. Hörgeräte) oder Sehhilfen: Alle in der BBhV aufgeführten medizinisch notwendigen und wirtschaftlich angemessenen Leistungen erstatten wir auf Ihren Antrag; schriftlich oder per EinreichungsApp. Zum Antrag benötigen wir unbedingt auch die dazugehörenden Rechnungsbelege – gegebenenfalls mit der (zahn-)ärztlichen Verordnung. Diese Rechnungsbelege sind der Nachweis für die Ihnen entstandenen Aufwendungen. 

Wer erhält Beihilfe?

Anspruch auf Beihilfe hat jede Person, die zum Zeitpunkt der Leistungserbringung Beamter, Versorgungsempfänger oder früherer Beamter ist (§ 2 der Bundesbeihilfeverordung). Diese Person wird als beihilfeberechtigte Person bezeichnet. Daneben sind Ehe-/Lebenspartner und Kinder der beihilfeberechtigten Person unter bestimmten Voraussetzungen in der Beihilfe berücksichtigungsfähig.

       

Personenkreis, der Beihilfe erhält

Beihilfeberechtigte Personen

Berücksichtigungsfähige Ehe- oder Lebenspartner

Berücksichtigungsfähige Kinder

Beihilfeberechtigt nach § 2 Absatz 1 BBhV sind Beamte, Versorgungsempfänger, und frühere Beamte (§ 2 BBhV).

Ehe- oder Lebenspartner sind in der Beihilfe berücksichtigungsfähig, wenn der Gesamtbetrag ihrer Einkünfte (§ 2 Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 5a des Einkommensteuergesetzes) im zweiten Kalenderjahr vor Beantragung der Beihilfe 20.000 Euro nicht übersteigt oder eine Erklärung vorliegt, dass im laufenden Jahr die Einkommensgrenze voraussichtlich nicht überschritten wird (§ 4 Absatz 1 i.V. mit § 6 Absatz 2 BBhV).

Kinder sind in der Beihilfe berücksichtigungsfähig, 
wenn sie im Familienzuschlag der beihilfeberechtigten Person nach dem Besoldungs- und Versorgungsrecht berücksichtigungsfähig sind. (§ 4 Absatz 2 BBhV). Der Begriff „berücksichtigungsfähig“ bedeutet nicht, dass auch tatsächlich der Familienzuschlag gezahlt werden muss. Es genügt der Anspruch auf den Familienzuschlag nach dem Besoldungs- und Versorgungsrecht.

 

Die Beihilfebemessungssätze

Wir erstatten die von Ihnen beantragten und nach BBhV beihilfefähigen Aufwendungen auf der Grundlage des bei der Leistungserbringung maßgeblichen Beihilfebemessungssatzes (§ 46 und § 47 BBhV). Grundsätzlich gelten folgende Beihilfebemessungssätze.

PersonenkreisBemessungssatz
Beamte50 Prozent
Beamte mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern im Familienzuschlag70 Prozent
Beihilfeberechtigte Person in Elternzeit70 Prozent
Empfänger von Versorgungsbezügen mit Ausnahme der Waisen70 Prozent
Entpflichtete Hochschullehrer70 Prozent
Ehe-/ Lebenspartner70 Prozent
Berücksichtigungsfähige Kinder sowie Waisen80 Prozent
Beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Personen, die aus der gesetzlichen Pflegeversicherung (Pflegekasse) Leistungen erhalten50 Prozent